Posts Tagged ‘Nordrhein-Westfalen’

Historikertag: Wolfgang Schäuble sieht zunehmende Spaltung der Gesellschaft

September 25, 2018

Münster, 25. September 2018 (exc) Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht die deutsche Gesellschaft zunehmend in „ängstliche“ und in „selbstbewusste“ Gruppen gespalten. Die einen begegneten der global vernetzten Welt „rückwärtsgewandt“, die anderen „zukunftsoffen“, sagte er am Dienstagabend zur Eröffnung des 52. Deutschen Historikertags an der Universität Münster, der sich bis Freitag mit dem Thema „Gespaltene Gesellschaften“ befasst. Der soziale Zusammenhalt sei vielerorts in Gefahr, so der Politiker. Es gelte, „den unausweichlichen Wandel für alle erträglich zu gestalten, die Sorgen ernst zu nehmen und Zutrauen in die Zukunft zu vermitteln.“ Die Zersplitterung der Öffentlichkeit, auch in sozialen Medien, sei eine Herausforderung für die Demokratie. Die Debatten würden rigider als früher geführt und „zunehmend unversöhnlich – bis zur Gewalt auf der Straße. Da gilt es den Anfängen zu wehren.“

Die Eröffnungsredner des Historikertags.

Von links: Ulrich Bongertmann, Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD), Khadija Arib, Vorsitzende der Zweiten Kammer des niederländischen Parlaments, Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (verdeckt), NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Schirmherr des Historikertags (Foto: Thorsten Marquardt).

Der Geschichtswissenschaft kommt nach den Worten von Schäuble eine bedeutende Rolle zu: „In derart aufgewühlten Zeiten kann der Blick in die Geschichte helfen – nicht als nostalgischer Rückzugsraum, sondern um die aktuellen Entwicklungen in größere historische Linien einzuordnen und besser zu verstehen.“ So lasse sich heute auch „unnötigen Dramatisierungen“ entgegenwirken. Die Geschichtswissenschaft selbst sehe sich einem Populismus ausgesetzt, der wissenschaftliche Erkenntnis in Frage stelle. Umso mehr sollten Historiker die eigene Expertise auch außerhalb von Fachkreisen verständlich vermitteln. „Selbstreflexiv, kritisch und als Widerhaken in Komfortzonen, in denen wir uns als erinnernde Gesellschaft eingerichtet haben.“

Zur Eröffnungsfeier kamen rund 800 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Es sprachen auch der Schirmherr des Historikertags, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, sowie Schäubles niederländische Amtskollegin Khadija Arib, Vorsitzende der Zweiten Parlamentskammer, und der Vorsitzende des Geschichtslehrer-Verbands (VGD), Ulrich Bongertmann. Auf den Festakt folgte ein Empfang des NRW-Ministerpräsidenten im Schloss. Die Niederlande sind in diesem Jahr Partnerland des Historikertages. Auf dem größten geisteswissenschaftlichen Kongress Europas befassen sich rund 3.500 Forscher aus dem In- und Ausland in gut 90 Sektionen mit Forschungen zu gesellschaftlichen Spaltungen.

„Historische Kenntnis schult Kritikfähigkeit, Toleranz, Dialogbereitschaft“

Die Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Prof. Dr. Eva Schlotheuber, hob die „bedrückende Aktualität“ hervor, die das Kongress-Thema „Gespaltene Gesellschaften“ in den vergangenen Wochen erhalten habe. „Zwar erscheint im historischen Vergleich, etwa zu früheren Standesgesellschaften oder der Weimarer Republik, unsere heutige Gesellschaft eher gut integriert und konsensfähig.“ Im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung hätten sich die Rahmenbedingungen aber enorm gewandelt. „Die Stimmenvielfalt ist durch die sozialen Medien hörbarer.“ Das werde oft als Fragmentierung beschrieben. Eher komme es aber zu einer „Verdichtung: Wir hören und wissen mehr, direkter und schneller voneinander.“ Angesichts der heute engeren Beziehungen im Internet bedürfe es neuer Umgangsregeln. „Die Größe oder Tiefe des Dissenses macht also nicht den Unterschied, sondern die Wahrnehmbarkeit und der Umgang damit.“ Schlotheuber: „Es ist wichtig, dass sich Historikerinnen und Historiker öffentlich zu Wort melden. Historische Kenntnis schult Kritikfähigkeit, Toleranz und Dialogbereitschaft.“

Goodbye Tommy: Briten verlassen Münster

Juli 4, 2013
Prinz Andrew in Uniform lauscht Oberbürgermeister Markus Lewe.

Prinz Andrew in Uniform und Oberbürgermeister Markus Lewe.

Nach 68 Jahren Stationierung in Münster verabschiedeten sich heute die letzten britischen Truppen mit einer kleinen ungestörten Zeremonie vor dem Rathaus am Prinzipalmarkt. Prinz Andrew und Oberbürgermeister Markus Lewe richteten vom Balkon des Stadtweinhauses freundliche Worte des Danks und der Anerkennung an die angetretenen Soldaten und die Bevölkerung und beschworen den historischen Moment. Lewe behauptete, die Münsteraner hätten die Briten nie als Besatzer, sondern stets als Befreier angesehen. Dudelsackpfeifer sorgten mit sentimentalen Klängen für die musikalische Umrahmung. Beifall aus der dichten Menschentraube der Zuschauer, dann war es vorbei – englischen Slang sprechende Passanten, joggende Soldaten und Military-Police-Patrouillen im Münsteraner Nachtleben sind Vergangenheit. Welche Nachwirkungen der britischen Präsenz in Nordwestdeutschland werden bleiben?  Vielleicht ist Deutschland nicht nur amerikanischer, sondern auch ein Stück britischer geworden.

Die Briten packen ein, es geht ins UK oder "andere Teile der Welt", wie Prinz Andrew ankündigte.

Die Briten packen ein, es geht ins UK oder „andere Teile der Welt“, wie Prinz Andrew ankündigte.

Top Secret: Das Spionagemuseum im Pott ist noch ausbaubar

März 7, 2013

Ein Spionagemuseum würde man in den alten Spionagedrehkreuzen Berlin oder Wien vermuten, aber nicht im Ruhrgebiet. Jedoch: Läuft man durch die weitläufige Mall des CentrO Oberhausen, gelangt man nicht nur an den Rhein-Herne-Kanal. Hinter einer Brücke rechts ist das im vergangenen Jahr eröffnete Spionagemuseum „Top Secret“ etwas abgelegen  zu finden. Puppen von  Geheimsoldaten klettern an der Fassade hoch, die von einem KGB-Hubschrauber gekrönt wird. Offenbar findet nicht gerade jeder Besucher des CentrO den Weg zur Spionageschau.  „Mit der Entwicklung der Besucherzahlen sind wir mittlerweile zufriedener“, so verhalten äußerte sich Marketing Manager Tanja Munzig,  die für die Betreuung der Presse zuständig ist.

Vor allem bei Schulklassen erreiche man mittlerweile eine bessere Resonanz, freute sich Munzig. Die Kinder spreche vor allem der Gegenwartsbezug der Ausstellung an, die auch Internet und soziale Netzwerke thematisiert.  Darin erkennen sie ihre Lebenswirklichkeit wieder, die immer mehr zwischen den Extremen Stalking und  Mobbing im Internet angesiedelt ist. Mit spielerischen Elementen wie einem Laser-Parcours und Geheimgängen preist das Erlebnismuseum auch Familien mit älteren Kindern die Auseinandersetzung mit dem doch heiklen und abgründigen Thema an.

Das Anliegen der Ausstellung in Oberhausen ist, einen Überblick über Spionage und ihre Geschichte zu geben und unterschiedliche Facetten von Spionage aufzuzeigen. Sie richtet sich in erster Linie an ein Laien-Publikum ohne größere Vorkenntnisse, das für die Tätigkeit der Nachrichtendienste und die Problematik  – ohne zu verängstigen – sensibilisiert werden soll. Man will unterhalten, dabei aber seriös bleiben. Der Besucher von jung bis alt sieht sich von der effektvollen Ausstellungsregie selbst in die Rolle des Agenten gerückt, erkennt immer wieder auf Bildschirmen, dass er selbst beobachtet wird, aber auch selbst vielleicht als Kind schon einmal spioniert hat, z.B. beim „Spicken“.

Langfristig plant der hinter der Ausstellung stehende Musical-Veranstalter „Mehr! Entertainment“ zu anderen Themen an weitere Standorten Unterhaltungs-Ausstellungen einzurichten, sich noch mehr jenseits von „Cats“ und „Starlight Express“ zu tummeln, laut Munzig nicht nur „mehr Entertainment“, sondern auch „mehr als Entertainment“ zu bieten. Die Ausstellungsmacher  in Oberhausen selbst haben noch eine ungenutzte Erweiterungsfläche von 200 Quadratmetern in der Hinterhand,  vor dem Haus parkende „Spymobile“ dienen dazu, auf Jahrmärkten und bei anderen Freizeitattraktionen temporär präsent zu sein.   Die Ausstellung soll immer lebendig und auch für den Wiederholungsbesucher interessant bleiben.

Ein Rundgang durch die Ausstellung findet sich hier.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der kommenden Ausgabe des „Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies„.

Historische Bildungsstätten in Nordrhein-Westfalen II: Ruhr-Universität Bochum

Januar 16, 2013

Die von weitem sichtbare Ruhr-Universität Bochum (RUB) wurde eröffnet, als man auf konservativen Geschmack bei der Errichtung von Betonarchitektur keine Rücksicht mehr nahm – in den 1960er Jahren, als erste Universitätsneugründung in der Bundesrepublik Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Jetzt stand sie unverhüllt da, die Moderne. Die weitläufige Campus-Universität  des Architekten Helmut Hentrich ist aus der Vogelperspektive ein großer Wurf: Sie ahmt mit ihren langgestreckten Gebäudequadern samt Kaminen eine imposante Flottenformation großer Dampfschiffe nach, die in Reih‘ und Glied am Rande des Ruhrgebiets in die Landschaft sehen. Die Fakultäten der Universität verteilen sich auf die einzelnen „Schiffe“. Die Menschen, die dort studieren und arbeiten müssen, leiden freilich etwas unter der bei schlechtem Wetter sehr tristen Hässlichkeit und mittlerweile auch Baufälligkeit der Anlage, die aus der Nähe betrachtet sichtbar wird. Eine der Legenden, die sich um die Beton-Armada ranken, lautet, dass sich einige Studenten von den Geländern der Schiffen in den Tod stürzten  bis bauliche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet wurden.

Durch den Bau der Ruhr-Uni sollten nunmehr die Bildungsreserven in der Arbeiterschicht gehoben werden, nachdem die große Zeit des Kohleförderung im Pott an ihr Ende gekommen war. Im Kaiserreich war man noch darauf aus, die Universitäten möglichst fern der „roten“ Kohlereviere zu errichten, damit sich Studenten und Arbeiter nicht aneinander revolutionär entzündeten. So entstand eine Art Universitätsring im heutigen NRW in einem Sicherheitsabstand um das Ruhrgebiet herum. Provinzmetropolen wie Münster wurden so Universitätsstandorte. Entgegen den Befürchtungen der einstigen Revolutionsangst war aber dann die RUB unter ihrem seinerzeitigen Rektor Kurt Biedenkopf, der eine junge Professorenschaft anführte, eine eher ruhiges Pflaster während der 68er-Studentenunruhen in Europa: In Bochum wirkten eher Pioniere als Revolutionäre. Zumal in den roten Siebzigern versuchten zwar kommunistische Gruppierungen von der RUB aus in die Arbeiterschaft der ebenfalls neu errichteten Opelwerke in Bochum hineinzuwirken, dies scheiterte jedoch wie alle diese illusionären Projekte.

Die Fotoserie zeigt die RUB bei durchwachsenem Wetter:

Ruhr-Universität Bochum

Historische Bildungsstätten in Nordrhein-Westfalen I: IP Vogelsang

Januar 14, 2013

Der Internationale Platz Vogelsang in der Eifel wurde als NSDAP-Parteischulungszentrum für NS-Nachwuchsführer errichtet und nach dem 2. Weltkrieg bis 2006 als Kaserne von Briten, dann Belgiern benutzt. Die einstige Benennung als „Ordensburg“ und die Abgeschiedenheit gab zu viel Legendenbildung um den Ort Anlass. Durch Bäume am Hang ist der landscharchitektonische Entwurf des Architekten mit dem sprechenden Namen Clemens Klotz heute etwas verdeckt, wie ein vom Dschungel umwucherter Azteken-Tempel. Die auf dem Gelände gemachten Fotos können die Wirkung der Anlage aus größerer Entfernung nicht ganz wiedergeben. Es handelt sich um die drittgrößte Anlage von NS-Herrschafts- und Kolossalarchitektur in Deutschland nach dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und der KdF-Anlage Prora. Sie macht ganz besonders deutlich, wie die NS-Architektur durch historische – in diesem Fall mittelalterliche –  Verbrämung und Bemäntelung eines Betonbaukörpers damaligen konservativen Stimmungen den Eintritt der Moderne im Bauwesen erträglich zu machen versuchte.  Nach der seinerzeitigen Ruinenwerttheorie sollte NS-Monumentalarchitektur auch noch im zerstörten oder beschädigten Zustand geeignet sein, nachfolgende Generationen zu beeindrucken. Bildungsferne Nazi-Parteimitglieder hatten auf Vogelsang oft ihren ersten Kontakt mit wissenschaftlichem Lehrpersonal. Neben der weltanschaulichen Schulung standen Sport (Leichtathletik, Schwimmen, Reiten, Segeln) und militärische Übungen, aber auch Einübung gesellschaftlicher Umgangformen auf dem Lehrplan. Wegen schlechten Benehmens mussten viele Teilnehmer der Schulungen das Programm vorzeitig abbrechen und die Anlage verlassen. Ein großer Teil der Absolventen fiel an den Fronten des 2. Weltkriegs. Viele waren administrativ am Vernichtungs- und Kolonialprogramm in Osteuropa beteiligt. Der zukünftige Erhalt und die Nutzung der Anlage ist bis heute umstritten. Die Vorschläge reichten von ikonoklastisch motiviertem Totalabriss bis hin zu umfassendem Denkmalschutz. Bis 2014 soll jetzt ein Besucherzentrum mit drei Ausstellungen zur Geschichte und dem entstandenen Nationalpark sowie ein Kulturkino fertiggestellt sein. Bei meinem Besuch dort standen die meisten Unterkünfte allerdings leer. Eine Fotoserie findet sich hier:

Vogelsang

Münster: Fotoausstellung über Denkmalschutz

Januar 8, 2013

In schwierigen Zeiten für den Denkmalschutz häufen sich die Förderanträge bei privaten Stiftungen. 31 ihrer Förderprojekte präsentiert jetzt die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vom 10. Januar 2013 bis zum 16. Februar 2013 in der Dominikanerkirche in der Salzstraße in Münster. In der Fotoausstellung werden Denkmale der verschiedensten Gattungen aus ganz Deutschland gezeigt. Dazu gehört die mächtige Wismarer Georgenkirche in Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie die Liboriuskapelle im thüringischen Creuzburg, die Wutachtalbahn im baden-württem­bergischen Blumberg oder der Leuchtturm „Roter Sand“ in der Wesermündung. Aus Nordrhein-Westfalen werden das Kloster Steinfeld in Kall und die Häuser Esters und Lange in Krefeld vorgestellt.

Zu den über 300 von der DSD in Nordrhein-Westfalen geförderten Projekten gehören in Münster die Lambertikirche, die Kapelle von Haus Lütkenbeck, der Erbdrostenhof und das Lepramuseum-Kinderhaus. Im Umland von Münster finden sich weitere Förderprojekte, so in Nottuln die Martinskirche und die Wassermühle Schulze Westerath, in Havixbeck Haus Stapel, in Steinfurt-Burgsteinfurt der Bagno-Konzertsaal, in Rosendahl Schloss Varlar, in Lengerich die Stadtkirche und in Alverskirchen Haus Brückhausen. In Münster unterstützt ein ehrenamtliches Ortskuratorium unter Leitung von Sigrid Karliczek die Ziele der Stiftung.

Die Ausstellung in der Dominikanerkirche ist bis zum 16. Februar 2013 dienstags bis samstags von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu besichtigen.

Namensstreit in Münster: Hindenburgplatz oder Schlossplatz?

August 4, 2012

Aktuelle hitzige Debatten  in Münster um Straßennamen bereiten mir, auch wegen einiger geschichtsfeindlicher Tendenzen, Sorge. In Münster gibt es ein weiträumiges Areal, eine Art Niemandsland zwischen Stadt und Schloss, das aus alter Zeit stammt. Hier war einmal offenes Feld vor der Stadtmauer, dann ein Schussfeld (Esplanade) zwischen Schlosszitadelle und Stadt. Mitte 18. Jahrhundert wurde das Areal in Neuplatz umbenannt und ansatzweise zu einer Platzanlage ausgestaltet, was aber nicht zu Ende geführt wurde. Das Gelände diente lange Zeit als Exerzierplatz.  Das heute als Parkplatz genutzte aufwertungsfähige Areal heißt seit 1927 Hindenburgplatz. Für mich war das bisher immer eine Erinnerung an einen bestimmten Zeitabschnitt in der deutschen Geschichte  und notierte es als Hinweis darauf, dass die Hindenburgverehrungswelle einst auch nach Münster geschwappt war.  Diese gründete auf den nominellen Oberbefehl Paul von Hindenburgs in der siegreichen Tannenberg-Schlacht gegen die russische Narew-Armee, wodurch damals abgewendet wurde, dass Teile des Deutschen Reiches unter die zaristische Knute gerieten. Davon, dass die Mehrheit der Münsteraner damit eine gegenwärtige Ehrung dieses von Wolfram Pyta als passiv-charismatischen Kriegsherren und phlegmatischen OHL-Militärtechnokraten beschriebenen steinalten letzten Reichspräsidenten zum Ausdruck bringen will, ging ich bislang nie aus. Auch eine durch ein Straßenschild bewirkte breitenwirksame Vorbildwirkung einer heute derart fremdartig wirkenden Figur aus einer vorvergangenen Epoche nehme ich nicht an.

Jetzt soll der Platz nach Jahrzehnten erfolgloser antimilitaristischer Agitation aus dem links-universitären Milieu der Stadt gemäß dem Wunsch der Mehrheit der Lokalpolitiker, unterstützt von Universitätshistorikern, umbenannt werden, weil man nunmehr meint, die Platzbezeichnung bringe eine Ehrung zum Ausdruck, die vor allem aufgrund der Rolle Hindenburgs bei der Machtübernahme Hitlers nicht mehr aufrechterhalten werden könne. Offenkundig ist auch das an Marketing und Stadt-Image orientierte Milieu der Mitte die Auseinandersetzungen um den Platznamen satt und hofft, Ruhe durch eine neutralere Bezeichnung herzustellen. Von neueren geschichtlichen Erkenntnissen ist die Rede, die zu einer Neubewertung Hindenburgs geführt hätten – dabei ist Hindenburg schon seit Jahrzehnten immer wieder angeprangert worden. Selbst konservative Historiker wie Joachim Fest oder Golo Mann haben ihn kritisiert und in einem ungünstigen Licht dargestellt.

Straßennamen und Platzbezeichnungen können eine Ehrung zum Ausdruck bringen, sind aber vielfach nur Relikte aus vergangenen Zeiten, die einmal eine Ehrung zum Ausdruck gebracht haben mögen, was aber nicht in die Gegenwart fortgeschrieben werden kann: Sie sind dann historisch zu sehen. In Straßenverzeichnissen türmen sich so viele Straßenbezeichnungen aus verschiedenen Epochen und Systemen übereinander, darunter Benennungen nach Herrschern, Feldherrn und Schlachten, es ist unmöglich, dass sie fortlaufend vollständig oder nur umfänglich zum Ausdruck bringen, was aktuelle Bevölkerungsmehrheiten oder gerade tonangebende politische Kreise aus ideologischen Motiven geehrt sehen möchten.  Unmöglich kann sich in einer pluralistischen und arbeitsteiligen Gesellschaft auch jeder mit jedem Straßennamen identifizieren. Eine widerspruchsfreie normative Aussage kann all’ dem schon lange nicht mehr entnommen werden. Unbeirrt von den alten Straßennamen geht das Leben in den Metropolen seinen zeitgenössischen Gang.

Wenn Straßennamen sehr lange Zeit bestehen, der Hindenburgplatz etwa fast 100 Jahre, bürgern sie sich ein und können  – emanzipiert vom Namensgeber – Teil der Lokalgeschichte und des Heimatgefühls werden, was in Münster offenbar mit dem Hindenburgplatz geschehen ist, dessen Namensgeber doch in der historischen Erinnerung durch die Schrecknisse der internationalen Hassfigur Hitler überlagert und weithin in Vergessenheit geraten ist. Die Bezeichnung Hindenburgplatz ist in der ganzen Region bekannt, Verkehrsleitsysteme auf die Bezeichnung eingerichtet, der Name betrifft Adressen von vielen Geschäften und Universitätsgebäuden.  Das Umbenennung des Hindenburgplatzes stößt daher auf massiven Widerstand aus erheblichen Teilen der Bevölkerung. Die letzte Entscheidung wird daher in einer Volksabstimmung mit ungewissem Ausgang am 16. September gefällt werden, die auf Drängen einer scharf(-sinnig) konservativen Bürgerinitiative “Pro Hindenburgplatz – Contra Bilderstürmerei” angesetzt wurde. Bilderstürmerei ist in Münster sehr bekannt durch die historische Wiedertäuferbewegung. Der Hindenburgplatz wird in dieser Sichtweise als Art alte Heiligenstatue beschrieben, die man vom Sockel zu stürzen versucht.  Die Charakterisierung findet ihren Halt im dramatischen Höhepunkt der zurückliegenden Auseinandersetzungen um den Hindenburgplatz, als ein Kommando “Georg Elser” die Straßenschilder des Platzes entfernte.  Man könnte auch von einem Kampf gegen Windmühlen sprechen, weil gegen einen Gegner angerannt wird, der nur noch in der historischen Erinnerung und als Erfindung existiert. So versucht die örtliche Linkspartei, die Bevölkerung mit der abwegigen Vorstellung zu verängstigen, Neonazis könnten um ein Dutzend umstrittener Straßenschilder einen Kult zelebrieren.  Auch eine von Linken gebildete Satire-Gruppe “Hindenburg-Jugend” spielt mit dieser Vorstellung.

Da die Umfrageergebnisse und die Wortmeldungen der Bevölkerung so unterschiedlich ausfallen, steht nur eines schon fest: Sofern die finanziell klamme lokale Kommunalpolitik in der Umbenennung eine Möglichkeit zur günstigen Symbolpolitik gesehen haben sollte, um die sonstige Handlungsunfähigkeit zu überspielen, so ist ihr das schon aufgrund der Kosten des Bürgerentscheids von 285 000 Euro teuer zu stehen gekommen.

Die am 21.3.2012 vom Stadtrat aus geschichtspolitischen Gründen gewählte Bezeichnung Schlossplatz, die die Bezeichnung Hindenburgplatz ersetzen soll, erscheint undemokratisch, unhistorisch und unangemessen. Unangemessen ist die Bezeichnung in architektonischer Hinsicht: Der Schlossplatz bezeichnete bisher nur ein kleines Areal direkt vor dem Schloss. Der Hindenburgplatz ist ein Areal zwischen Schloss und Stadt, dass sich schlauchförmig am Schloss vorbei aus dem Gesichtskreis des Schlosses herausbewegt. Wie es aussieht, handelt es sich doch um zwei unterschiedliche Anlagen, denn jetzt ist auf der  Jump-Wiki der Umbenennungsbefürworter-Initiative die Bezeichnung “Ehrenhof” für den kleineren Platz vor dem Schloss aufgetaucht. Es besteht also offenbar weiterhin ein Bedürfnis, für die beiden Anlagen unterschiedliche Bezeichnungen zu verwenden, um sich über sie zu verständigen. Auf beiden Plätzen, die durch bauliche Elemente voneinander abgegrenzt sind, finden auch Veranstaltungen unterschiedlichen Zuschnitts statt. Das bisherige Schlossplatzareal wird dazu oft abgesperrt. Da das Schloss das Universitätshauptgebäude beherbergt, wird der Platz durch diesen Namen auch unangenehmen durch die Universitätsszene vereinnahmt, obwohl er auch an Militäranlagen, Gerichtsgebäude, Gaststätten, Geschäfte, Wohngebäude und Schulen angrenzt.

Unhistorisch wird durch die Namensausweitung Eindruck vermittelt, der Platz habe schon zu fürstbischöflicher Zeit so geheißen. Das Gelände hieß aber in der Geschichte nie so. In einem fragwürdigen Akt von Geschichtsverdrängung wird eine Platzbezeichnung, die an eine  bestimmte schwierige und schlimme Epoche, die Zeit des 1. Weltkriegs und Weimarer Republik, erinnert, einfach aus dem Stadtbild gelöscht und so getan, als hätte es diese Zeit nie gegeben. Aus der unangenehmen Erinnerung an die Stürme der preußisch-deutschen Geschichte verdrückt man sich und zieht sich auch im Sinne von Regionalismus in die Behaglichkeit münsterländischer Provinzialität zurück. Eine Anregung im Stadtbild, sich mit einem bestimmten Aspekt der Geschichte historisch zu beschäftigen, ginge damit verloren, wo doch gerade die Weimarer Republik reichhaltiges Lehrmaterial bietet, welche Fehler in einer Demokratie vermieden werden müssen. So gut demokratisch -im Sinne einer Mahnung-  ist in der Vergangenheit in Münster auch immer die Beibehaltung des Platznamens begründet worden. Auch wenn dies ohnehin schon deutlich geworden ist, könnte der Stadtrat eine Erklärung verabschieden, wonach die Platzbezeichnung in diesem Falle keine Ehrung (mehr) ausdrückt. Die Stadt Münster ist rechtlich ungebunden, in welchem Sinne sie Plätze widmen will, ob als Ehrung, Erinnerung oder Mahnung.

 Undemokratisch ist die Bezeichnung, weil hier heute das Volk den Platz als Festplatz, zum Flanieren und zum Aufbruch in die Stadt nutzt, und das schon seit langer Zeit, während er den Fürstbischöfen als Schussfeld  auf das Volk gut war. Auf eine Schloss-Symbolik “gegen antidemokratisches Denken” zu setzen, erscheint ähnlich abschüssig wie die Idee der SPD 1932, Hindenburg als Präsidentschaftskandidat zu unterstützen, um Hitler zu verhindern. Man kann sich also nicht mal zu einem politischen Demokratie-Symbol bewegen, obwohl man den Platz letztlich aus ideologischen und geschichtspolitischen Gründen umbenennt und Hindenburg den Untergang der Demokratie vorwirft, stattdessen konkurriert man mit den Hindenburgplatz-Befürwortern im Konservatismus und argumentiert mit “Ehre” und “Schande”. An der Bezeichnung Schlossplatz ist aber nichts demokratisch, weil die Münsteraner Fürstbischöfe bestimmt nicht die Demokratie erfunden haben und das Schloss aus der Zeit des antidemokratischen Absolutismus stammt.  Hingegen  gehört der ambivalent wirkende Hindenburg als Repräsentant einer Nation von Schönwetterdemokraten  auf jeden Fall in die Demokratiegeschichte, denn immerhin betrieb er die langsame Entmachtung Wilhelms II.  und war das einzige direkt vom Volk gewählte Staatsoberhaupt der Deutschen in ihrer Geschichte überhaupt.  Hindenburg setzte seine enorme Popularität dazu ein, mehrere Jahre die Demokratie zu stabilisieren. Er behauptete zwar später, dabei den Hintergedanken gehabt zu haben, bei einer Veränderung der Lage wieder auf eine Veränderung der Staatsform hinzuwirken, aber aufgrund seines hohen Alters konnte Hindenburg gar nicht davon ausgehen, dies noch mitgestalten zu können. Hindenburg wurde zusammen mit Friedrich Ebert, dem vorangegangenen Reichspräsidenten, bei einer zur Blütezeit der Weimar Republik vorgenommen überaus staats-  und republiktragenden Doppel-Widmung von Plätzen in Münster bedacht, deutlich vor der autoritären Wende Hindenburgs nach dem Einsetzen der Weltwirtschaftskrise. Die NSDAP war zum damaligen Zeitpunkt nur eine Randpartei gescheiterter Putschisten, die niemand auf der Rechnung hatte.

Die immer wieder vorgetragene primitiv-pazifistische Argumentation, Münster sei eine “Friedensstadt”, zu der ein Militär als Namensgeber überhaupt nicht passe, beleidigt alle Soldaten und entspricht so nicht der Realität, da Münster eine alte Garnisonsstadt ist, die bis heute auch stark vom Militär geprägt ist, was aber durch absehbaren Abzug der britischen Truppen abnehmen wird. Eine Friedensstadt im Sinne der Abwesenheit von Militär ist die vielleicht gerade wegen der Anwesenheit des Militärs durchaus friedliche Stadt jedenfalls nicht.

Platzbezeichnungen und Straßennamen stehen zu Recht nicht unter Denkmalschutz, und haben auch  – im Gegensatz zu Objekten von wirklichem Ikonoklasmus – keinerlei kunstgeschichtlichen Wert. Menschen jeder Epoche haben das Recht, ihre Vorstellungen in die Benennung von Straßen und Plätzen einzubringen. Das Straßenverzeichnis sollte aber, abgesehen von schmalen Zeitfenstern nach Revolutionen und Systemwechseln,  behutsam und evolutionär – etwa im Zusammenhang mit baulicher Umgestaltung – weiterentwickelt werden, weil seine primäre Aufgabe räumliche Orientierung und nicht Ehrung ist, was eine gewisse Konstanz der Straßennamen wünschenswert erscheinen lässt.  Lokalpolitisch interessierte Menschen müssen lernen, Straßennamen nicht zu sehr mit Erwartungen zu überfrachten, weil sie sonst aus dem Umbenennen nicht mehr herauskommen.

An Vorstellungen für so ein Areal kann man namentlich und architektonisch natürlich viele entwickeln: Mir persönlich würde “Platz der Freiheit” für das Areal zusagen. Diese Bezeichnung passt gut zu so einem jedwede Symmetrie missachtenden, vielfältig genutzten und offen begehbaren Gelände, das an unterschiedliche Gebäude angrenzt und weder Altstadt noch Schloss zugeordnet werden kann. Da die Nutzung des Platzes stark durch den Send, eine dreimal jährlich stattfindendes Volksfest, charakterisiert ist, würde auch die Bezeichnung “Sendplatz” vermeintlich gut passen.  Möglicherweise müssen die Anhänger der Umbenennung in Schlossplatz stärker kommunizieren, was aus ihrer Sicht die Umbenennung auch für die künftige Gestaltung des Platzes bedeuten soll, denn derzeit fällt es schwer, eine so schmucklose Parkplatzanlage und Volksfestmeile mit der Bezeichnung “Schlossplatz” zusammenbringen. Vielleicht will man dies aber auch gar nicht so in den Vordergrund stellen, da eine Umgestaltung ja noch eine viel stärker Beeinträchtigung von Vertrautheit und Heimatgefühl bedeuten würde als die schon so hart umstrittene Umbenennung.
Aussagekräftige Fotos vom Hindenburgplatz, wie er für Passanten aussieht:
https://plus.google.com/photos/105211582444391686432/albums/5773996416569400353/5773996423385109426?banner=pwa

„NRW im Herzen“ – Schlaglicht auf den Wahlkampfendspurt der SPD mit Hannelore Kraft

Mai 11, 2012

Wahlkampfauftritt in Münster. Nach einem eher schleppenden Vorgeplänkel der abendlichen Veranstaltung in der Halle Münsterland, in dem die lokalen Kandidaten von Praktika berichteten, trat auch die Ministerpräsidentin von NRW Hannelore Kraft auf. Sie wirkt als robuste Regierungsfrau  mit klaren Kanten, durchdachten Vorstellungen und Herz für die Schwächeren: „Wir lassen kein kein Kind zurück!“, so feiert sie, dass sie das letzte Kita-Jahr beitragsfrei gemacht hat. Auch ein Schulfrieden sei nunmehr erreicht und das Studium beitragsfrei.  Regierungsdevise soll sein: Vorbeugen statt Heilen. D.b. sie will durch präventives Handeln gesellschaftliche und staatliche Reparaturkosten senken. Der drohende Fachkräftemangel solle etwa durch Investition in Bildung und Kitas abgewehrt werden.

Kraft relativierte ihre Ausgabenpolitik: NRW sei bei Pro-Kopf-Verschuldung bundesweit nur im Mittelfeld.  Sie setzt darauf, dass die Einnahmen der Haushalte erhöht werden durch Anhebung der Steuerlast für Besserverdiener, sowie eine Finanztransaktionssteuer:  „Starke Schultern müssen mehr tragen.“

Nach finanzieller Förderung Bayerns und darauf des Ostens Deutschlands, sei nun NRW einmal dran, etwas aus Fördertöpfen zu erhalten. Infrastrukturausgaben stünden an. Steigende Pensionslasten, steigende Ausgaben für Behinderte, die erstmals seit der Nazi-Zeit wieder höhere Lebensalter erreichten.

Von 396 Kommunen in NRW, so rechnet Kraft vor, haben nur acht einen Haushaltsüberschuß, dazu trugen in der Vergangenheit strukturelle Probleme als auch die Unterhaltskosten für HartzIV-Empfänger bei – gut, dass es gelungen sei, davon wieder Kosten auf den Bund zu verlagern.

Kraft prangerte die Förderung des HartzIV-Aufstockertum durch die Arbeitgeber an, die vielfach nur noch Hungerlöhne böten. Staatliche Aufträge sollten nur noch an Unternehmen gegeben werden, die Mindestlöhne zahlten. Sie fordert den gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohn. Politik schaffe zwar keine Arbeitsplätze, aber sie müsse die Rahmenbedingungen setzten.

Die Bundesregierung kritisierte sie dafür, dass es an Planung für die Energiewende fehlt und weist die Kritik an eigenen Versäumnissen in NRW zurück.

Im Kampf gegen den Extremismus gleicher welcher Richtung beschwor Kraft den historischen NRW-Mythos vom Zusammenhalt der Kohlearbeiter unter Tage und empfahl mehr Political Correctness.

Hannelore Kraft gibt sich gern volksnah – Politik müsse geerdet werden, und dürfe nicht über den Dingen schweben –  wirkt aber doch im Auftritt ansatzweise etwas überheblich und leicht spöttisch, was ihre Methode sein mag, im rauen Politikbetrieb nicht untergebuttert zu werden.

Ihr Fähigkeit, öffentliche Haushalte zu verschulden, prädestiniert sie in diesen Zeiten sicher für Höheres, eine Karriere auf Bundesebene wurde schon diskutiert, sie wirkt allerdings einfacher gestrickt als die breitentauglich zur Kanzlerin umfrisierte Physikerin Merkel, mit der sie aber eine einnehmend durchschnittliche Ausstrahlung teilt, die zwischen Hausfrau und Geschäftsfrau changiert, womit sie breite Wählerschichten zur Identifikation einlädt. Der Abend zeigte auch: Bei allen Zuwendungen und Hilfen, mit denen die SPD breiten Bevölkerungsschichten den Staat schmackhaft zu machen gedenkt, so ist doch in dieser Partei noch eine Ahnung von budgetärer Gesamtverantwortung vorhanden, was zu einem Spannungsverhältnis in Wort und Tat führt.

SPD-Wahlkampf NRW

Ein Landtag voller Liberaler

September 30, 2011
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Liberale Besuchergruppe im Landtag von NRW

 

Landtagsbesucher

Auch die Besucherränge im Landtag waren noch gefüllt.

 

vor landtag

FDP-Besuchergruppe vor dem Landtag von NRW

Trotz Mitgliederschwunds meldete die FDP Nordrhein-Westfalens über 200 Teilnehmer an ihrem diesjährigen Neumitglieder- und Interessentenkongress in Düsseldorf am 24. September. Damit konnten bei der anschließenden Landtagsbesichtung das Plenum mühelos mit Liberalen gefüllt werden, sodass Besucher auch noch auf die Ränge ausweichen mussten. Die gesamte Landtagsfraktion der FDP war erschienen, die einzelnen Abgeordneten führten nach einer Rede des FDP-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Papke, der sich über die vielen angereisten Liberalen freute, noch einzelne Besuchergruppen durch das Gebäude und den Sitzungssaal der FDP-Fraktion.
Die Veranstaltung war geeignet, den Eindruck zu bestärken, dass sich die FDP in einigen Bundesländern und vielen Kommunen noch gut gegen den Linkstrend wird behaupten können.