Posts Tagged ‘Film’

Leben in einer zerstörten Stadt

März 13, 2020
Parade in Münster

1945: Ein britisches Militärorchester in den Straßen Münsters. Foto: Stadt Münster, Sammlung Stadtmuseum

Münster (SMS) Am 2. April 1945 rollten britische und amerikanische Panzer durch eine Stadt, die in Asche und Ruinen versank. Die Alliierten bahnten sich ihren Weg über den Prinzipalmarkt, der wie die gesamte Innenstadt einer Trümmerwüste glich. Damit fand die zwölfjährige Herrschaft des Nationalsozialismus in Münster ihr Ende und das britische Militär übernahm die Regierungsgewalt in der Stadt: Die Nachkriegszeit hatte begonnen.
Die Bilanz des Nationalsozialismus bestand nach 1945 nur aus Zerstörung und Tod, das Leben der meisten Menschen war geprägt von der Not des Alltags und dem kräftezehrenden Wiederaufbau der Stadt. In Fotos und Filmausschnitten dokumentiert die Präsentation „Münster 1945 – 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“ im Stadtmuseum eindrucksvoll das Elend von Zwangsarbeitern und das Leben der Zivilbevölkerung ebenso wie die Zerstörung der Stadt und den Beginn der britischen Besatzungszeit.
Das Jahr 1945 steht so für vielfache Brüche und Kontinuitäten. Bedingungslose Kapitulation und die Aufteilung Deutschlands gehörten ebenso dazu wie die Tatsache, dass nur wenige Menschen zu einem Innehalten und bewussten Neuanfang fähig waren.
Die Ausstellung ist ab Freitag, 20. März, bis zum Sonntag, 24. Mai, im Museum an der Salzstraße zu sehen. Der Eintritt ist frei.

„In geheimnisvoller Mission“ in Bochum

Februar 14, 2019
Bonds Hubschrauber Little Nellie

Der Ein-Mann-Hubschrauber Little Nellie aus „Man lebt nur zweimal“ (1967). Foto: Grafenstein

In Bochum ist noch bis 31. März die Ausstellung „In geheimer Mission – Der Spion, der aus Wattenscheid kam“ über die James-Bond-Filme zu sehen. Diese präsentiert Devotionalien und Requisiten aus der Sammlung des Filmjournalisten Dr. Siegfried Tesche. Höhepunkte der Ausstellung sind Bond-Autos, eine Düsenrucksack und Little Nellie, der schlagkräftige Mini-Hubschrauber aus „Man lebt nur zweimal“. Darum gruppieren sich jede Filmplakate und Kostüme aus den Filmen, an den Ausstellungswänden kann man sich über die Filmhandlungen und das Leben der verschiedenen Bonddarsteller informieren, vor allem Sean Connery  und Roger Moore sind hier zu nennen. Man erfährt auch einiges über die kommerzielle Ausschlachtung der Bond-Filme durch Spielzeugproduzenten und andere Konsumgüterhersteller. Hintergrund des Ausstellungstitels ist, dass einer autorisierten Bond-Biografie John Pearson zufolge der von Ian Fleming erschaffene Film-Agent 1920 in Wattenscheid, heute ein Teil Bochums, geboren worden sein soll.

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Ein Sunbeam Alpine Serie II – Das erste Bond-Auto. Foto: Grafenstein

„Der junge Karl Marx“ – Historienfilm über die Anfänge des Kommunismus

März 3, 2017

2018 wird der 200. Geburtstag von Karl Marx gefeiert. In den Kinos ist jetzt schon der Film „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peck gestartet, begleitet von Vorträgen von Prominenten mit Kommunismus-Bezug wie Gregor Gysi oder Jürgen Trittin.
Nach dem endgültigen Scheitern des Kommunismus durch den Zusammenbruch des Warschauer Paktes könne man wieder zugeben, wo Karl Marx auch Recht hatte –  diesen Gedanken aus der SZ trug bei der Filmpremiere in Münster der Politologe Hendrik Meyer vor. Der Kapitalismus als Forschungsgegenstand sei nicht verschwunden, er habe sich nur weiterentwickelt, heiße heute „Marktwirtschaft“. Aus Arbeitern seien „Arbeitnehmer“ und aus Kapitalisten „Arbeitgeber“ geworden. Mit Armut bringe man heute das sogenannte Prekariat in Verbindung. Die Grundprinzipien des Kapitalismus Wachstum, Profit und Eigentum seien nach wie vor in Kraft. Auch die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander. Die heutige Sozialdemokratie sei in gewisser Hinsicht die Vollstreckerin des kommunistischen Manifests, dessen Entwicklungsweg der Film aufzeige, denn der Sozialstaat mache den Klassenkampf unnötig, wenn er den Klassengegensatz auch nicht überwinde. Der Kalte Krieg, und damit indirekt der Kommunismus, sei ein Motor für die Sozialpolitik in der Bundesrepublik gewesen, die die Arbeiterklasse quasi in die bürgerliche Gesellschaft eingemeindet habe.
Marx hat nach Meinung von Meyer die Globalisierung zwar richtig vorhergesagt, als Prophet eines zwangläufigen Scheiterns der „Bourgeoisie“ sei er jedoch widerlegt.

Der Film selbst bekommt in den Medien nur mäßige Kritiken. Ein Theoretiker wie Marx (August Diehl) ist kein dankbares Objekt einer Verfilmung, auf dieses Problem der Philosophie-Darstellung wurde in diesem Blog schon hingewiesen. Einen größeren dramatischen Konflikt bietet schon die Figur des Industriellensohns Friedrich Engels (Stefan Konarske), der die Lebenslage der Industriearbeiter aus nächster Nähe kennen lernt und studiert, was ihn in Gegensatz zu seinem Vater und dessen Freunden bringt. Die Motivation von Marx bleibt im Film hingegen eher im Dunkeln, abgesehen von einer sehr dramatisierenden Szene, in der illegale Holzsammler von einer Reiterschwadron niedergeritten werden, was Marx zufällig als Zeuge erlebt. Letztlich thematisiert der Film eine Männerfreundschaft im politischen Aktivismus, umrahmt von kämpferischen Frauenfiguren wie Jenny v. Westphalen (Vicky Krieps), in Auseinandersetzung mit politischer Unterdrückung und Exil, aber auch mit anderen bedeutenden Linken der Zeit, wie dem Frühsozialisten Pierre-Joseph Proudhon, gegen die sich die beiden jungen Männer zu profilieren und durchzusetzen versuchen. Der Film gipfelt in der erfolgreichen Radikalisierung des „Bunds der Gerechten“: Marx und Engels erklären der Gedanken der Brüderlichkeit der Menschen für obsolet und setzen an seine Stelle den Klassenkampf.

Die schlimmen Folgen der kommunistischen Lehren der wohlmeinenden jungen Theoretiker, die im Film als sympathische Kumpeltypen von nebenan rüberkommen, Not, Verderben, Unterdrückung und Massenmord, symbolisiert durch Namen wie Stalin und Mao, werden im Film und auch im historischen Überblick des Abspanns nicht thematisiert, was bedenklich ist, da sich seit der Finanzkrise 2008 und dem Entstehen eines Niedriglohnsektors durch die Reformen der Agenda 2010 wieder ein Unbehagen an der Marktwirtschaft breitmacht, zu der aber bis heute keine sinnvolle Alternative bekannt ist.

Filmkritik: „Django Unchained“ entpuppt sich als Horror-Western, belebt von rächender Freiheitsliebe

Januar 18, 2013

Der neue Film von Quentin Tarantino, „Django Unchained“, ist nicht nur ein Nachklang des Italo-Western-Genres, sondern auch der Anfänge des modernen Horrorfilms. Der Film enthält neben dem offensichtlichen Rühren in der Spaghetti-Western-Schüssel einige Zitate aus dem Splatter-Klassiker  und Terrorfilm „Texas Chainsaw Massacre“ von Tobe Hooper:  Es gilt eine Horde degenerierter weißer Südstaaten-Landeier zu überwältigen, die Schwarzen werden an Haken in düsteren Bretterschuppen aufgehängt oder durch den Schlag mit Hämmern aus der Werkzeugkiste auf den Hinterkopf getötet, und vor dem Showdown gibt es ein gruseliges Abendessen im Herrenhaus mit Totenschädel am Esstisch.  Anders als in den Italowestern der 60er Jahre, die durchaus mit ihren Friedhofssequenzen ins Gruselgenre hinüberspielten, man denke auch an Djangos Sarg,  spritzen bei Tarantino wirklich viel Blut, Gedärme und Hautfetzen – die Umgeschossenen sterben bei weitem nicht so unkompliziert wie unter dem Maschinengewehrfeuer von Terence Hill oder Franco Nero, dem Tarantino einen Gastauftritt einräumt.

Neben dem für Tarantino-Filme typischen Motiv der Rache geht es um das in amerikanischen Filmen beliebte Motiv von Freiheit und Befreiung. Diesmal werden in einer Art Nachspielen des  amerikanischen Bürgerkriegs im Kleinen die Schwarzen aus der Sklaverei befreit und zwar in einem Gefecht, in dem Weiße wie Schwarze auf beiden Seiten des „Schützengrabens“  liegen, so wie es sich im amerikanischen Bürgerkrieg zutrug. Dabei macht der Film mit der Besetzung der Hauptrolle durch Jamie Foxx deutlich, wie sehr Schwarze im klassischen wie im europäischen Western zum Beiwerk degradiert worden waren, wenn sie denn überhaupt in Filmen dieses konservativen Genres auftreten durften. Da die weißen Sklavenaufseher von Tarantino so dümmlich dargestellt werden, stellt sich dabei die Frage, wie sie die Herrschaft der Plantagenbesitzer aufrechterhalten konnten. Im Film wird dies von Leonardo di Caprio als Sklavenhalter Calvin Candie mit der allzu großen Unterwürfigkeit der Schwarzen erklärt. Dies wie der fortgesetzte Gebrauch des N-Worts sorgte für peinliche Berührung und Auflachen im Publikum des Kinosaals.

Christoph Waltz spielt wieder einen Deutschen, aber diesmal keinen gewieften Nazi-Schurken wie in „Inglourious Basterds“, sondern einen humanistisch empfindenden Einwanderer aus dem schönen Düsseldorf am Rhein:  Dr. King Schultz kann sich zwar mit den rauen Sitten in den USA  hinsichtlich libertärer Selbstjustiz durch private Kopfgeldjäger anfreunden, nicht jedoch mit dem Schrecken, der mit der Sklaverei einhergeht.  Mit gesetzten Worten weiß Schultz nach jeder Schießerei die Wogen zu glätten, durch gegenüber der Sklavenpeinigern neigt er zu Kurzschlusshandlungen. Tarantino folgt mit dieser zerrissenen Figur wohl nicht nur irgendeiner Laune oder zufälligen Eingebung: Es ist historische Tatsache, dass sich Deutsch-Amerikaner in besonderem Maße für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt haben.  Reizvoll sind wie in fast allen Tarantinofilmen Dialoge und Musik, als Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung sollte man „Django“ mit seinen sinnlosen Gewaltszenen wie schon die „Basterds“ nicht allzu ernst nehmen.

Filmkritik: „Hannah Arendt“ – Bewältigung der Vergangenheitsbewältigung

Januar 15, 2013

Zu den deutschen Filmen der Rubrik „Vergangenheitsbewältigung“ gehören  auch solche, die die Vergangenheitsbewältigung selbst wieder zum Thema machen.  Das ist dann die filmische Bewältigung der Bewältigung. Dazu gehört Michael Verhoevens Film „Das schreckliche Mädchen“, das vom Wühlen einer Schülerin in der NS-Vergangenheit in ihrer niederbayerischen Heimat  handelt.  Jetzt gehört dazu auch der Film „Hannah Arendt“ von Margarethe von Trotta, der von der Auseinandersetzung der Philosophin und Totalitarismus-Theoretikerin mit dem Eichmann-Prozess handelt.  In beiden Filmen werden weibliche Protagonisten der Vergangenheitsbewältigung als Helden und Vorbilder dargestellt, die mit der verbrecherisch-erbärmlichen männlichen Vergangenheit der  Vorväter abrechnen.

Um genau zu sein, muss man sagen, dass in Trottas Film die filmische Bewältigung der philosophischen Bewältigung der öffentlichen Bewältigung der philosophischen Bewältigung der juristischen Bewältigung der NS-Vergangenheit vorliegt. Denn der Film erfasst nicht die Gesamtbiographie Hannah Arendts, sondern konzentriert sich klug auf einen Höhepunkt ihres Lebens: auf ihre Reise nach Jerusalem, ihre Verfolgung des Prozesses gegen den Schreibtisch-Judendeportateur Adolf Eichmann, die Thesen von der Banalität des Bösen und ihre Verurteilung der  NS-Kollaboration der Judenräte, die sie anschließend veröffentlichte, die empörten Reaktion von Freunden und Öffentlichkeit auf diese Thesen,  gekrönt von der Verteidigung und Erläuterung ihrer umstrittenen Thesen,  um die Empörung der Öffentlichkeit abzuwehren.  Die Szenen spielen hauptsächlich im Emigranten- und Intellektuellen-Milieu um Arendt in den USA, zum kleineren Teil in Israel. Erwähnenswert ist hier Axel Milberg als Arendts zweiter Mann Heinrich Blücher, Exkommunist, der den advocatus diaboli für Eichmann spielt. In dieser Ehe ist man dem Prozess gegenüber überaus kritisch eingestellt, Freunde hingegen, teils jüdische Kriegsveteranen, sehnen den Prozess herbei und reagieren höchst emotional auf Arendts gedankliche Kälte und scheinbare Verharmlosung der Täter des Holocaust.

Von entscheidender Bedeutung sind diejenigen Akteure im Film, die Arendt vorwerfen, dem überzeugten Antisemiten und geschickt planenden und agierenden SS-Mann Adolf Eichmann auf den Leim gegangen zu sein.  Als ahnungs- und gedankenlose Befehlsempfänger und Rädchen im Getriebe versuchten sich viele Angehörige der Generation der NS-Täter darzustellen, um die Aussicht auf Integration in die neue Gesellschaftsordnung nach dem 2. Weltkrieg nicht zu verlieren, gesellschaftliche Akzeptanz  zu finden oder schlicht ihren Hals zu retten –  nach dem Motto, sie hätten doch damals nur gehorcht, sie würden auch unter den neuen Umständen zuverlässig funktionieren und niemandem in die Quere kommen. Dies  hat zu erheblichem Misstrauen gegenüber Bürokratie, Technokraten und Funktionsträgern bis heute beigetragen.  Bezüglich Eichmann lag Arendt, nach allem was heute über ihn bekannt ist, wohl falsch, jedoch führten ihre Überlegungen hinsichtlich des verhängnisvollen Wirkens der totalitären Staatsmaschinerie als solcher nicht ganz in die Irre. Viele Beteiligte am Holocaust aus dem Polizei- und Beamtenapparat hegten keine besonders feindseligen Gefühle gegenüber Juden und waren keine Nazis, gehörten weder der Partei, noch SS oder SA an. Diese Mitläufer hat etwa der Historiker Daniel Goldhagen in seinem aufsehenerregenden Buch über „Hitlers willige Vollstrecker“ erfasst, in dem es eigentlich um die Überzeugungstäter geht. Arendt war auch nicht die einzige Zeitzeugin, die Mittelmäßigkeit und Gedankenarmut an einem Repräsentanten des NS-Regimes wie am Faschismus überhaupt zu erfassen meinte.

Man kann eigentlich jedem, auch Regisseuren, nur abraten, eine derart indirekte Annäherung an ein Thema  – hier der Völkermord an den europäischen Juden – zu wählen. Man fragt sich, ob jeder Kinobesucher das nötige Vorwissen mitbringt, um der Handlung und den Dialogen überhaupt folgen zu können. Es ist grundsätzlich auch nicht gerade leicht und dankbar, Philosophie filmisch umzusetzen. Wo ist das Denken in diesen Bildern, im Rauch der Zigaretten, die Barbara Sukowa als Hannah Arendt  fortlaufend quarzen muss? Im Rauschen des Waldes, bevor Martin Heidegger oder der Mossad herannahen? Die Stimme aus dem Off wurde nicht eingesetzt, sodass es in diesem Dialog-Film oft recht ruhig zugeht. Margarethe von Trotta wollte zum Ende ihrer Karriere noch etwas sehr Anspruchsvolles leisten. Sie erwartet auch, wie sie gegenüber den Medien zum Besten gab,  dass die Bewältigung der NS-Vergangenheit uns noch 1000 Jahre beschäftigen werde. Größenwahn macht vor Regisseuren nicht gerade den größten Umweg.  Immerhin hat uns von Trotta gezeigt, dass der Shitstorm einst auf Briefpapier tobte, und damals noch viel geraucht werden durfte, als die Vergangenheitsbewältigung einen ihrer Höhepunkte erreichte. Es lohnt sich aber, Arendts auf Zeitungs-Reportagen basierende Veröffentlichung „Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ nachzulesen.

Musikalische Erinnerungen I: Auf, Ansbach-Dragoner! Auf, Ansbach-Bayreuth!

Dezember 22, 2012

In Bayreuth hörte ich das erste Mal Menschen zu einer alten deutschen Marschmelodie ein Lied anstimmen.

 Auf, Ansbach-Dragoner! Auf, Ansbach-Bayreuth!
Schnall um deinen Säbel und rüste dich zum Streit!
Prinz Karl ist erschienen auf Friedbergs Höh’n,
Sich das preußische Heer einmal anzusehen.
Drum, Kinder, seid lustig und allesamt bereit:
Auf, Ansbach-Dragoner! Auf, Ansbach-Bayreuth!

Drum, Kinder, seid lustig und allesamt bereit:
Auf, Ansbach-Dragoner! Auf, Ansbach-Bayreuth!

Aber hören Sie selbst. Das alles wirft Fragen auf: Fränkische Dragoner sollen der preußischen Geschichte eine bedeutende Wendung gegeben haben? Zogen sie tatsächlich mit diesem Lied auf den Lippen in die Schlacht? Wie kommt ein preußisches Regiment zu diesem Namen?

Das alles hängt mit Hohenzollern-Dynastie zusammen, die auch in Bayreuth herrschte. Das Stadtwappen Bayreuths enthält noch heute schwarz-weiße Felder, die klassizistische Architektur wirkt teilweise preußisch. Der Beitrag auf Wikipedia ist leider sehr verkürzt. Ich empfehle die ausführliche Darstellung bei Jochen Seidel.

Zur Melodie des Hohenfriedbergers singende Soldaten tauchen auch in dem sehenswerten Stanley-Kubrick-Film „Barry Lyndon“ auf, der im 18. Jahrhundert spielt. Wer die beiden Beiträge gelesen hat, weiß jetzt, dass das Zeitkolorit der Handlung hier historisch ungenau ausgestaltet ist, da das Lied zum Marsch erst im 19. Jahrhundert geschrieben wurde.

Stadtwappen von Bayreuth

Stadtwappen von Bayreuth

„Die Bielefeldverschwörung“ – Filmpremiere in einer Stadt, die es nicht gibt.

Juni 3, 2010

Gestern besuchte ich Bielefeld, die Stadt, die es einer Theorie nach nicht geben soll, die dafür aber sehr lebendig, modern, jugendlich und multikulturell ist. Der Film „Die Bielefeldverschwörung“ hatte Premiere. Der Andrang war in der Tat so gewaltig, dass alle Plätze ausverkauft waren. Glamour mit rotem Teppich gab es für die Macher des Studenten-Films, allen voran den Produzenten Fabio Magnifico (Bildmitte). Nach Eindrücken vom Trailer scheint der Film fantasievollen Trash-Regielegenden wie Ed Wood zur Ehre zu gereichen.

Nachdem die Prominenz, Macher und Besucher ins Kino geströmt waren, machte ich mit meiner Kamera noch den Einstieg zu meinem eigenen beschaulichen „Film“ im Café „Nichtschwimmer“ mit seinen bemerkenswerten Studententarifen und charmanten Bedienungen.

Hier ein paar Eindrücke von der Filmpremiere und der sommerlichen Abendstimmung in Bielefeld.