Archive for the ‘Bilder’ Category

Studentisches Wohnen statt Eissport

April 2, 2019

Münster ist eine Stadt, die wächst. Erschwinglicher Wohnraum ist Mangelware.  Eine gute Nachricht ist daher, dass auf dem Grundstück der ehemaligen Eissporthalle an der Steinfurter Straße / Johann-Krane-Weg  ein studentisches Wohnquartier entstehen soll. Die aktuelle städtebauliche Planung stellt das Stadtplanungsamt am Dienstag, 9. April, 19.30 Uhr im UKM-Pavillon auf dem Parkplatz gegenüber der Domagkstraße 32 vor. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zu der Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen.

Auf dem etwa einen Hektar großen Gelände sollen fünf- bis sechsgeschossige Gebäude errichtet werden. Geplant sind ein Studierendenwohnheim mit rund 120 Wohnungen und ca. 330 Apartments für Studierende. Die Erdgeschosse sollen publikumsorientierte  Dienstleistungen wie Cafés, SB-Bankfiliale, Fahrradwerkstatt oder auch Büros / Co-Working-Bereiche und Gemeinschaftsräume / Begegnungsbereiche  aufnehmen. Städtebauliches Ziel ist die Realisierung eines urbanen Quartiers. Damit die Planungen umgesetzt werden können, wird der bisherige Bebauungsplan geändert.

Wer sich bereits vor der öffentlichen Veranstaltung einen Einblick verschaffen möchte, kann die Planungsunterlagen im Kundenzentrum im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33, einsehen (Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-18 Uhr, Fr 8-13 Uhr). Im Stadtportal stehen sie unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung zur Verfügung.

Wohnheim an der Steinfurter Straße

Ein studentisches Wohnquartier mit einer lebendigen Mitte soll am Johann-Krane-Weg auf dem Gelände der ehemaligen Eissporthalle entstehen. Grafik: Stadt Münster

Jugend im Gleichschritt – Ausstellung über HJ

August 23, 2018
Kinder in HJ-Uniform

Diese Postkarte von Berta Hummel mit zwei Kindern in HJ-Uniform (Foto) trägt den Schriftzug „Lieb Vaterland, magst ruhig sein!“. Foto: Stadt Münster

Münster (SMS) Die offizielle Gründung der Hitlerjugend erfolgte am 4. Juli 1926 beim zweiten Parteitag der NSDAP in Weimar. Bereits 1922 hatte es einen Vorläufer gegeben, den „Jugendbund der NSDAP“, der allerdings verboten worden war. In den Jahren von 1926 bis 1933 hatte die Jugendorganisation nur eine begrenzte Anzahl von Mitgliedern, was sich durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 änderte. In der  NS-Diktatur war die Hitlerjugend eine der zentralen Organisationen zur Prägung nachfolgender Generationen im Sinne des Regimes. Im Stadtmuseum wird ab dem 30. August eine Ausstellung zur Hitlerjugend gezeigt. Die Präsentation „Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ ist eine Wanderausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Sie wird durch münsterbezogene Exponate erweitert.

Liberale und der 20. Juli 1944

Juli 20, 2018
Graf Stauffenberg

Graf Stauffenberg Pop-Art – Design: Burkhard von Grafenstein, Frank von Grafenstein

Warum dürfen sich auch Liberale auf den 20. Juli 1944 beziehen? Die Widerstandskreise, die hinter dem Hitlerattentat des 20. Juli 1944 standen, weisen nicht nur Bezüge zum Christentum,  einem patriotischen Konservatismus und zur Sozialdemokratie, sondern auch zum Liberalismus auf.
Wortwörtlich wurden sie von Nationalsozialisten als „liberal“ gekennzeichnet:

„Das Bekenntnis zur Schuld kam aus einer ethischen Haltung, die die Stauffenbergs und ihre Freunde über die Masse der Mitläufer in allen Schichten der Gesellschaft weit heraushob. Empört stellte einer die Untersuchung gegen die Erhebung führenden Beamten der Geheimen Staatspolizei nach Monaten eingehender Verhöre fest:

‚Die ganz innere Fremdheit, die die Männer des reaktionären Verschwörerkreises gegenüber den Ideen des Nationalsozialismus kennzeichnete, kommt vor allem in der Stellung zur Judenfrage zum Ausdruck. Die Erlebnisse der Jahre [vor] 1933 und die auf ein breites Tatsachenmaterial gestützte Aufklärungsarbeit der NSDAP über die Judenfrage ist an diesem Kreis von Personen spürlos vorübergegangen. Trotz aller bitteren Erfahrungen, die das deutsche Volk und wahrscheinlich auch sie selbst bis 1933 haben machen müssen, stehen sie stur auf dem Standpunkt des liberalen Denkens, das den Juden grundsätzlich die gleiche Stellung zuerkennen will wie jedem Deutschen.‘

Die Aussagen von Berthold und Alexander Graf Stauffenberg gegenüber ihren Vernehmern belegen diese allgemeine Feststellung auch im Einzellfall.“

(Peter Hoffmann: Clauf Schenk Graf von Stauffenberg und seine Brüder, Stuttgart 1993, S. 11. Hervorhebg v. mir)

Die Opposition gegen Hitler kennzeichnete sich auch selbst als liberal:

Helmuth James Graf von Moltke berief sich bei seinen Kontaktversuchen zu den Engländern „in Istanbul auf ungenannte Personen in hohen und militärischen und zivilen Stellen, sowie andere >liberale< Elemente und Arbeitervertreter“ (S. 357).

Die Zielsetzung der Fronde des 20. Juli weist mit der Wiederherstellung der von Hitler außer Kraft gesetzten Grundrechte der Weimarer Verfassung unverkennbar liberale Gehalte auf (S. 343). Die „Regierungserklärung“, die unter Mitarbeit Stauffenbergs entstand, erkennbar aber vom wirtschaftliberalen Nationalkonservativen Carl Goerdeler geprägt war, umfasste:

Wiederherstellung des Rechts; Wiederherstellung der Moral; Kampf gegen die Lüge der Propaganda; Wiederherstellung der Freiheit des Geistes, des Gewisssens, des Glaubens und der Meinung; Erneuerung der Erziehung und Bildung der Jugend auf christlich-religiöser Grundlage bei äußerster Duldsamkeit gegenüber Andersgläubigen,…,eine neue Verfassung, grundsätzliche Freiheit der Wirtschaft; ausgleichende Sozialpolitik; … Zur Wiederherstellung des Rechts gehörten Rechtsgleichheit, …die Bestrafung rechtsbrecherischer Richter, die Sicherheit der Person und des Eigentums, die Auflösung der Konzentrationslager, die Festsetzung einer Verfassung mit Zustimmung des Volks und der Frontsoldaten… Die Judenverfolgung, ‚die sich in den unmenschlichsten und unbarmherzigsten, tief beschämenden und gar nicht wiedergutzumachenden Formen vollzogen hat‘, werde sofort eingestellt. Die Androhung, alle Rechtsbrecher werden der verdienten Strafe zugeführt, gilt natürlich auch für die hier Schuldigen.“

(S. 346 f., Hervorhebg v. mir)

Mit Karl Schenk Graf Stauffenberg engagiert sich heute ein Nachfahre (Enkel) von Claus Schenk Graf von Stauffenberg in der FDP in Bayern.

 

Nach Gustave Courbet: Chateau de Chillon

Februar 26, 2013

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Burg Obermontani, Südtirol

Februar 19, 2013

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Die Sparrenburg in Bielefeld

Februar 19, 2013

Die Sparrenburg in Bielefeld

Blick auf die Alpen

Februar 19, 2013

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Kantige Karikaturen aus dem Bundestag: Peer Steinbrück und Marco Buschmann

Dezember 18, 2012

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Beim Zeichnen dieser beiden Karikaturen fiel mir die in Mimik und Aussehen gefragte Robustizität von Politikern auf, die in den schweren, massiven und kantigen Gesichter von Peer Steinbrück, SPD-Kanzlerkandidat (oben),  und von Marco Buschmann, FDP-Generalsekretär in NRW(unten) zu sehen ist. Die Augen des FDP-Mannes scheinen mir auch leicht katzenhaft-lauernd zu sein. Bei Steinbrück ist im Schnappschuss aus dem Bundestag noch deutlicher die Mobilisierbarkeit von Zorn erkennbar, die eine Voraussetzung für die erfolgreiche Ausübung der Politiker-Tätigkeit im Sinne von Durchsetzungsfähigkeit ist.

Möchten auch Sie gerne jemanden karikierend gezeichnet sehen? Schicken sie mir eine Email an: bvgrafenstein@gmail.com

Orientimpression (Aquarellskizze)

Mai 21, 2012

Blick in eine nahe Zukunft III: Protest (Aquarellskizze)

Mai 14, 2012

Blick in eine nahe Zukunft III: Protest (Aquarell)

Die europäischen Städte werden aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs durch Protestzüge, Demonstrationen, Brandschatzungen, Randale und Vandalismus erschüttert.