Archive for Juni 2013

Burg Hülshoff: Lesung mit Martina Gedeck eröffnet Gedicht-Ausstellung

Juni 16, 2013

SAM_0359„O schaurig ist’s über’s Moor zu gehen…“ Die bekannte Schauspielerin Martina Gedeck eröffnete im Rahmen eines Literaturfestes mit einer Lesung aus Briefen und Gedichten der Annette von Droste-Hülshoff eine Ausstellung im Schlosspark der Burg Hülshoff.  Martina Gedeck hatte sich in ein altmodisches weißes Kleid geworfen und schien stellenweise beim intensiven Vortrag mit der historische Dichtergröße zu verschmelzen.

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Noch bis zum 14.7. 2013 werden für interessierte Besucher drei Pavillons zu besichtigen sein, die mittels von effektvoller Innenarchitektur den Eindruck der Gedichte  „Der Knabe im Moor“, „Am Thurme“ und „Im Grase“ multimedial wiedergeben und interaktiv begehbar machen wollen.  Die Umsetzung scheint durchaus gelungen: Im ersten Pavillon muss sich der Besucher angstvoll ducken, um in dunklen Gängen ein Panoptikum ansehen zu können, in zweitem kann er einen Ausblick genießen und  im dritten sich an einen Graskubus anlehnen. Die Burg Hülshoff ist im vergangenen Jahr der Annette von Droste zu Hülshoff- Stiftung übertragen worden: „Kreative Formen der Vermittlung und Präsentation von Literatur sollenen einen innovativen Literaturort mit überregionaler Anziehungskraft entstehen lassen.“

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Lesung in Münster: Ein Buch führt durch die NS-Vergangenheit der Stadt

Juni 15, 2013

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Nach Stöbern vor allem in privaten Sammlerbeständen und Auswertung verschiedener Veröffentlichungen stellte  Christian Steinhagen seinen neuen  Stadtführer vor, der von Münsters Zeit im Dritten Reich handelt. In sechs Rundgängen werden mit Münsteraner Adressen akribisch nachgeforschte und pointenreich wiedergegebene Anekdoten, Episoden, Sachverhalte und Biographien mit entsprechendem zeitgeschichtlichen Bezug verbunden. Münster spielte zwar keine besonders zentrale Rolle im Dritten Reich, war jedoch eine Universitäts- und Garnisonstadt, in der viele einschlägige Karrieren einen Zwischenhalt einlegten und manchmal auch ihren Anfang nahmen. Bei der Lesung in der Buchhandlung Thalia herrschte großer Andrang: Ehe der Autor mit großem Beifall bedacht wurde, wurden in der Fragerunde aber auch die üblichen Besorgnisse und Abwehrreaktionen bemerkbar, die Veröffentlichungen über die NS-Zeit nach sich ziehen. Steinhagen beantwortete die Fragen recht knapp und kurz angebunden, gab sich als Profi-Schreiber ohne weitergehende Ambitionen. Warum er sich damit beschäftige? Es interessiere ihn halt. Nein, die heutigen Bewohner der erwähnten Adressen zu kontaktieren, habe er nicht für nötig gehalten. Eine von ihm als Arisierer angegriffene Lokalgröße, den längst verstorbenen Oberstadtdirektor Heinrich Austermann, werde heutzutage sowieso niemand mehr verteidigen.  Ob er sich da nicht täuscht? Steinhagen hat seit Veröffentlichung des Buchs mittlerweile schon eine Morddrohung erhalten.

Lesehinweis: Christian Steinhagen: Münster im Dritten Reich – ein Stadtführer,  Münster: Aschendorff Verlag 2013. Preis 19,80 Euro.

Münster: Beachvolleyball-Turnier auf dem Schlossplatz

Juni 10, 2013

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Münster: Renovierter Hauptbahnhof bei Nacht

Juni 10, 2013

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