Archive for Mai 2012

Bilder, Gedanken und Meldungen auf Google+

Mai 23, 2012

Auch ein gutes Internet-Medium für Wechselspiele von Bildern und Gedanken ist Google+.

Meine Leser lade ich ein, einmal dort vorbeizuschauen.

Orientimpression (Aquarellskizze)

Mai 21, 2012

Blick in eine nahe Zukunft III: Protest (Aquarellskizze)

Mai 14, 2012

Blick in eine nahe Zukunft III: Protest (Aquarell)

Die europäischen Städte werden aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs durch Protestzüge, Demonstrationen, Brandschatzungen, Randale und Vandalismus erschüttert.

Blick in eine nahe Zukunft II: Atombombe über der Wüstenstadt (Aquarellskizze)

Mai 14, 2012

Blick in eine nahe Zukunft II: Atombombe über der Wüstenstadt (Aquarell)

Eine Atombombe wird über einer Wüstenstadt gezündet: Dieses Bild mag durch die Auseinandersetzungen im Nahen Osten zwischen Israel und Iran angeregt sein, die eine nukleare Auseinandersetzung befürchten lassen.

Blick in eine nahe Zukunft: Sturm zieht auf (Aquarellskizze)

Mai 14, 2012

Blick in ein nahe Zukunft: Sturm zieht auf (Aquarell)

Auf dem Turm ist die rote Sturmfahne gehisst. Von Westen ziehen Gewitter auf und verdunkeln das Land.

„NRW im Herzen“ – Schlaglicht auf den Wahlkampfendspurt der SPD mit Hannelore Kraft

Mai 11, 2012

Wahlkampfauftritt in Münster. Nach einem eher schleppenden Vorgeplänkel der abendlichen Veranstaltung in der Halle Münsterland, in dem die lokalen Kandidaten von Praktika berichteten, trat auch die Ministerpräsidentin von NRW Hannelore Kraft auf. Sie wirkt als robuste Regierungsfrau  mit klaren Kanten, durchdachten Vorstellungen und Herz für die Schwächeren: „Wir lassen kein kein Kind zurück!“, so feiert sie, dass sie das letzte Kita-Jahr beitragsfrei gemacht hat. Auch ein Schulfrieden sei nunmehr erreicht und das Studium beitragsfrei.  Regierungsdevise soll sein: Vorbeugen statt Heilen. D.b. sie will durch präventives Handeln gesellschaftliche und staatliche Reparaturkosten senken. Der drohende Fachkräftemangel solle etwa durch Investition in Bildung und Kitas abgewehrt werden.

Kraft relativierte ihre Ausgabenpolitik: NRW sei bei Pro-Kopf-Verschuldung bundesweit nur im Mittelfeld.  Sie setzt darauf, dass die Einnahmen der Haushalte erhöht werden durch Anhebung der Steuerlast für Besserverdiener, sowie eine Finanztransaktionssteuer:  „Starke Schultern müssen mehr tragen.“

Nach finanzieller Förderung Bayerns und darauf des Ostens Deutschlands, sei nun NRW einmal dran, etwas aus Fördertöpfen zu erhalten. Infrastrukturausgaben stünden an. Steigende Pensionslasten, steigende Ausgaben für Behinderte, die erstmals seit der Nazi-Zeit wieder höhere Lebensalter erreichten.

Von 396 Kommunen in NRW, so rechnet Kraft vor, haben nur acht einen Haushaltsüberschuß, dazu trugen in der Vergangenheit strukturelle Probleme als auch die Unterhaltskosten für HartzIV-Empfänger bei – gut, dass es gelungen sei, davon wieder Kosten auf den Bund zu verlagern.

Kraft prangerte die Förderung des HartzIV-Aufstockertum durch die Arbeitgeber an, die vielfach nur noch Hungerlöhne böten. Staatliche Aufträge sollten nur noch an Unternehmen gegeben werden, die Mindestlöhne zahlten. Sie fordert den gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohn. Politik schaffe zwar keine Arbeitsplätze, aber sie müsse die Rahmenbedingungen setzten.

Die Bundesregierung kritisierte sie dafür, dass es an Planung für die Energiewende fehlt und weist die Kritik an eigenen Versäumnissen in NRW zurück.

Im Kampf gegen den Extremismus gleicher welcher Richtung beschwor Kraft den historischen NRW-Mythos vom Zusammenhalt der Kohlearbeiter unter Tage und empfahl mehr Political Correctness.

Hannelore Kraft gibt sich gern volksnah – Politik müsse geerdet werden, und dürfe nicht über den Dingen schweben –  wirkt aber doch im Auftritt ansatzweise etwas überheblich und leicht spöttisch, was ihre Methode sein mag, im rauen Politikbetrieb nicht untergebuttert zu werden.

Ihr Fähigkeit, öffentliche Haushalte zu verschulden, prädestiniert sie in diesen Zeiten sicher für Höheres, eine Karriere auf Bundesebene wurde schon diskutiert, sie wirkt allerdings einfacher gestrickt als die breitentauglich zur Kanzlerin umfrisierte Physikerin Merkel, mit der sie aber eine einnehmend durchschnittliche Ausstrahlung teilt, die zwischen Hausfrau und Geschäftsfrau changiert, womit sie breite Wählerschichten zur Identifikation einlädt. Der Abend zeigte auch: Bei allen Zuwendungen und Hilfen, mit denen die SPD breiten Bevölkerungsschichten den Staat schmackhaft zu machen gedenkt, so ist doch in dieser Partei noch eine Ahnung von budgetärer Gesamtverantwortung vorhanden, was zu einem Spannungsverhältnis in Wort und Tat führt.

SPD-Wahlkampf NRW